Unfassbar, was Wissenschaftler nachgewiesen haben: Etwa 700 verschiedene Bakterienstämme wurden bisher in der menschlichen Mundhöhle nachgewiesen, mehr als im Darm! Aber die Anwesenheit dieser „Mitbewohner“ hat auch ihren Sinn: Dadurch wird unsere Immunabwehr gestärkt und die Schleimhäute geschützt.

Gefährlich wird es erst, wenn man mangelhafte Mundhygiene betreibt. Desinfizierende Enzyme im Speichel kommen gegen die Bakterien nicht mehr an, dadurch vermehren die sich rasant und sorgen für Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch.  Dabei verwandeln manche Bakterien den Zucker, den wir essen, in schmelzzerstörende Säuren. Dadurch wird Karies ausgelöst, die den Zahnschmelz bis auf den Nerv zerstören kann. Andere Bakterien sind der Urheber von Zahnentzündungen, sowohl des Zahnfleisches (Gingivitis) wie auch den Zahnbettes (Parodontitis). Übrigens sind das, wie die Mediziner berichten, weltweit die häufigsten Krankheiten. Wenn sie fortgeschritten sind, ist oft die Behandlung sehr aufwändig.
Ein Warnsignal für den Beginn von Parodontitis ist schmerzendes und blutendes Zahnfleisch. Da sollte man unbedingt zum Zahnarzt.

Natürlich ist auch hier, um es gar nicht so weit kommen zu lassen, sorgfältige Mundhygiene angesagt. Das heißt, gründliches Zähneputzen nach jeder Mahlzeit und die Verwendung von Zwischenraumbürsten und Zahnseide. Was weiter nicht bekannt ist: Auch gründliches Reinigen der Zunge mit der Zahnbürste oder einem speziellen Schaber sollte einmal täglich gemacht werden.Ansonsten ist natürlich auch der regelmäßige Kontrollbesuch beim Zahnarzt ein Muss.

Viele Grüße
Sandra Marcel / Prethis Redaktion

Buntes Treiben im Mund – Bakterien