GerstenkornEin Gerstenkorn – Hordeolum (von lat. hordeum ,,Gerste“) – im Auge kann eine überaus schmerzvolle und lästige Angelegenheit darstellen und immer noch raten viele Ärzte bei einem Gerstenkorn zu einem operativen Eingriff. Jedoch finden sich tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten, das Gerstenkorn auch ohne Operation wieder los zu werden. Nachfolgend nun einige bewährte Hausmittel gegen ein Gerstenkorn.

Was ist ein Gerstenkorn überhaupt?

Als Gerstenkorn wird grundsätzlich ein entzündlicher Abszess im oder auf dem Augenlid bezeichnet, der aus einer verstopften Talgdrüse resultiert. Durch die Verstopfung der Talgdrüse schwillt diese an und entzündet sich, wodurch auch weitere Bereiche des Augenlids und auch des Auges selbst gereizt werden können. Dies wird von den Betroffenen als sehr unangenehm und schmerzlich empfunden. Bei einer operativen Entfernung des Gerstenkorns wird die verstopfte Talgdrüse zumeist aufgestochen.

In der Apotheke finden sich antibiotische Augensalben

Alle gut sortierten Apotheken bieten heutzutage rezeptfreie Augensalben an, die eine antibiotische und entzündungshemmende Wirkung aufzeigen. In den meisten Fällen kann das operative Entfernen von einem Gerstenkorn mit diesen Salben tatsächlich vermieden werden. Doch auch zuhause in der heimischen Küche finden sich wirksame Mittel gegen die entzündete Talgdrüse im Augenlid!

Die Bestrahlung mit der Rotlichtlampe

Sofern der von einem Gerstenkorn Betroffene über eine Rotlichtlampe verfügt, so kann er sich mehrmals täglich für 15 Minuten vor das Rotlicht setzten, damit der Bakterienherd des Gerstenkorns austrocknet und die Schmerzen gelindert werden. Vorsicht nicht zu nahe an die Lampe sitzen und nicht direkt in das Licht schauen!

Bockshornklee gegen das Gerstenkorn

Sofern sich in der heimischen Küche Bockshornkleesamen ausfindig machen lassen, können auch diese sehr gut gegen ein Gerstenkorn eingesetzt werden. Die Samen des Bockshornklees einfach mahlen oder im Mörser zerquetschen und das Pulver mit etwas Wasser zu einem Brei aufkochen. Den Brei abkühlen lassen, in ein Tuch wickeln und diese Kompresse für ca. 30 Minuten auf das betroffene, geschlossene Auge legen. Diesen Vorgang gegebenenfalls mehrmals am Tag wiederholen.

Fenchel, Kamille und Augentrost

Auch handwarme Kompressen mit Kamille und Fenchel helfen dabei, die Entzündung bei einem Gerstenkorn zu lindern und den Bakterienherd abzutöten, denn sowohl der Fenchel, als auch die Kamille weisen sehr gute antibakterielle Wirkungen auf und sind entzündungshemmend! Auch kann aus diesen beiden Naturschätzen ein Sud bereitet werden, mit dessen Hilfe das Gerstenkorn vorsichtig abgetupft wird. In der Apotheke findet sich zudem ein sehr gutes Heilkraut mit der passenden Bezeichnung ,,Augentrost“, das optimal für die Behandlung von einem Gerstenkorn geeignet ist. Einfach etwas Augentrost mit heißem Wasser übergießen, ca. 8-10 Minuten ziehen lassen und über ein sauberes Tuch gießen. Die handwarme Kompresse auf das betroffene Auge legen und etwas 30 Minuten dort belassen.

Augenarzt ja oder nein?

Sollte sich das Gerstenkorn trotz dieser sehr wirksamen Hausmittel immer noch nicht verabschieden, ist es natürlich generell ratsam, einen Augenarzt zu konsultieren, der sich das betroffene Auge anschaut und feststellen kann, ob sich nicht eventuell vielleicht sogar ein Fremdkörper im Augenlid befindet oder eine anderweitige Erkrankung vorliegt. Unser Auge stellt natürlich ein sehr empfindliches und wichtiges Organ dar und daher sollte bei einem langanhaltenden Gerstenkorn, das trotz der verschiedenen Hausmittel oder gar Salben nicht abheilen will, grundsätzlich der Gang zum Augenarzt erfolgen!

Muss ein Gerstenkorn wirklich operativ entfernt werden?
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